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____________MINIATUREN - TEIL 2 

 

Als Kunstwerk des Monats schließt sich im Februar eine weitere, ganz besondere Miniatur an der liegende Mensch im Quader. Wie bei der Fliegerstele, handelt es sich auch hier um eine Kleinplastik. Bei einem Großteil der Miniaturen im Gesamtwerk von Norbert L. Rumpke handelt es sich um Bronzegüsse mit Speziallegierung, die in sorgfältiger Handarbeit vom Künstler selbst hergestellt werden. Für Rumpke ist das Material dabei essentiell von Bedeutung, denn je nach Bearbeitung nimmt er maßgeblich Einfluss auf die Erscheinung und das Wesen seines Werks. Während bei Werkstoffen wie Holz oder Stein direkt aus dem Materialblock herausgearbeitet wird, muss bei einem Guss, zuerst ein Modell geschaffen werden, zum Beispiel aus Wachs.

Die Fertigung des Liegenden lässt sich in verschiedene Arbeitsschritte unterteilen, einer davon ist die Ziselierung

(die Oberflächenbearbeitung nach dem Guss). Zunächst wird eine Negativform erstellt, in die das geschmolzene Metall hineingegossen wird. Nachdem Abkühlen wird die Figur von der Negativform getrennt, u.a. Gusstrichter und Nähte werden entfernt (1). Anschließend wird die Auflagefläche gerade geschliffen und die Reste der Ansätze bis an die Figuroberfläche abgeschliffen (2). Als nächstes wird die sog. Gusshaut abgeschliffen (3) und die Oberfläche mit Schleifmittel 240 Korn vorgeschliffen (4). Im nächsten Schritt folgt zunächst ein weiterer Vorschliff mit 400 Korn dann mit 600 Korn (5). Diese Vorgänge sind notwendig, um die Oberfläche zu verdichten und für die Poliervorgänge vorzubereiten. Abschließend werden ein grober (5) und ein feiner (6) Poliergang vorgenommen. Erst durch diese Bearbeitungen werden die feinen Konturen und damit die wesentlichen Details des Liegenden sichtbar. Zum Schluss wird die Figur signiert und gereinigt.

 

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